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Spatenstich für den Windpark Höhenkirchner Forst


„Hier wird Geschichte geschrieben“, sagt Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger. Und tatsächlich: Der Spatenstich für den Windpark im Höhenkirchner Forst am Montagvormittag (13.05.2024) ist energiepolitisch ein historisches Ereignis, denn er ist der erste dieser Art im Landkreis München. Geht nun alles gut, dann werden sich bereits In etwa einem Jahr die drei Rotoren der bis zu ihrer Nabe etwa 166 Meter hohen Anlagen des Herstellers Enercon drehen. Rund 3.000 Haushalte kann jede Anlage bilanziell mit Strom versorgen – und bringt damit die Energiewende in den beiden Landkreisen deutlich voran.

Die Idee zu einem durch die Anrainerkommunen getragenen Windpark im Höhenkirchner Forst entstand bereits vor mehr als fünf Jahren. Viele Gespräche, Prüfungen und Gutachten später, kann sich das auch durch die beiden Landkreise Ebersberg und München getragene Projekt inzwischen auf den Rückhalt der Menschen in den drei beteiligten Gemeinden Egmating, Höhenkirchen-Siegertsbrunn und Oberpframmern verlassen: „Es ist kein Staatsprojekt, kein Projekt von oben. Das Bürgerwindprojekt zeigt exemplarisch, wie durch Bürgerbeteiligung der Ausbau erneuerbarer Energien erfolgreich umgesetzt werden kann. Die frühe Einbindung der lokalen Bevölkerung hat entscheidend zu Vertrauen und Akzeptanz beigetragen“, betont daher auch Hubert Aiwanger. Denn über die im Dezember 2023 gegründete Bürgerwind Höhenkirchner Forst GmbH & Co. KG, einer gemeinsamen Gesellschaft der drei Gemeinden, werden sich die Bürgerinnen und Bürger als Kommanditisten direkt an den Windrädern beteiligen können.

Dadurch sind sie nicht nur reine Geldgeber, sondern werden zu Miteigentümern an den Windrädern und sind uneingeschränkt an den Gewinnen der Gesellschaft beteiligt. Zugleich erhalten sie umfangreiche Stimmrechte, beispielsweise in den jährlichen Gesellschafterversammlungen. Neben einer Kommanditisten-Beteiligung gibt es auch die Möglichkeit, über Bürgerenergiegenossenschaften Anteile zu erwerben. Bei einer Beteiligung über die Genossenschaften ist auch die Einlage kleinerer Beträge möglich.

„Dieses Modell sorgt dafür, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger vor Ort von den Windrädern profitieren werden“, sagt Mindy Konwitschny, Bürgermeisterin von Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Sie erwartet den Start der Beteiligung in den Sommermonaten: „Derzeit werden noch die letzten dafür notwendigen Unterlagen erarbeitet. Ist das erledigt, wird es recht zügig gehen. Über den genauen Ablauf werden wir als Gemeinden unsere Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig informieren“, sagt sie.

Bevor nun endgültig die Windräder im Höhenkirchner Forst in die Höhe wachsen, wird es ohnehin noch einige Monate dauern. Zunächst stehen erst einmal die Erdarbeiten an, die das Baufeld vorbereiten. Die Arbeiten am Fundament starten voraussichtlich im September.

Spatenstich für den Windpark Höhenkirchner Forst