Neuigkeiten Bürgermeisterin

Auf ein Wort im Februar 2020


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

"am Beginn des Jahres stehen in den Kommunen in der Regel die Haushaltsberatungen an. Für den einen mag das kommunale Haushaltswesen manchmal sein wie ein Buch mit sieben Siegeln, aber wenn man sich näher damit beschäftigt, ist es durchaus interpretierbar und auch ganz verständlich.
Eigentlich macht eine Gemeinde auch nichts anderes als der treusorgende Hausvater, der am Anfang des Monats seinen Geldbeutel aufmacht, schaut, was an Gehalt reingegangen ist, überschlägig einmal rechnet, was er so im kommenden Monat an Ausgaben haben wird, und dann feststellt, ob er so planen kann oder anders planen muss.
Dazu muss er die festen Kosten kennen, die einem regelmäßig entstehen, wie z.B. Miete oder die Kosten, die einmal im Jahr anfallen, wie z.B. Versicherungen. Dazu kommen dann noch Zusatzkosten, wie z.B. die Fahrtkosten, Benzin usw. usw.
Nicht vergessen werden sollten dann natürlich die Ausgaben für das einfache Leben: Lebensmittel, Kleidung, etc. etc.
Nebenbei wird er versuchen, etwas Geld auf die Seite zu legen für Käufe, die er in der Zukunft vorhat – das Familienauto geht bald nicht mehr durch den TÜV – oder aber für hoffentlich nicht eintretendes Unvorhergesehenes – eine größere Krankheit oder andere Schadensfälle.
Wenn dann noch etwas übrig bleibt und man sich noch den einen oder anderen Luxus leisten kann, wie Musikunterricht für die Kinder oder Essengehen beim Italiener um die Ecke, kann er zufrieden sein.
Eine finanzielle Katastrophe kann aber eintreten, wenn die regulären Einkünfte ausbleiben, weil der Vater arbeitslos wird. Dann gehen alle Pläne durcheinander und es muss an allen Ecken und Enden umgedacht und gespart werden.
 
So ähnlich geht es heute den meisten Kommunen, wie Sie sicher auch in den Zeitungen längst gelesen haben. Wir in Höhenkirchen-Siegertsbrunn können Gottseidank im Moment rückblickend sagen, wir sind bisher mit einem blauen Auge davon gekommen.
Bei den zukünftigen Haushaltsberatungen werden jedenfalls allerhand Überraschungen auf uns zukommen. Im Innenteil können Sie sich über weitere Details informieren."


Dieses Vorwort habe ich vor 17 Jahren im Februar 2003 geschrieben und es trifft auch heute noch zu. 
Ein sorgfältiger „Haushälter“ baut keine Luftschlösser, sondern nur das, was „not-wendig“ ist. Das sei mir als als kleiner Hinweis an unsere kommunalen Haushälter und Haushälterinnen gestattet.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Mayer
Erste Bürgermeisterin