Biodiversität

Unsere Gemeinde ist Mitglied beim Blühpakt Bayern, der die Artenvielfalt fördern, Insekten schützen und natürliche Lebensräume schaffen will. In diesem Rahmen nahm die Gemeinde am Programm „Starterkit – 1000 blühende Gemeinden in Bayern“ des Bayerischen Umweltministeriums teil. Zum Projekt gehörte die Neuanlage von fast 4.400 Quadratmetern Blühflächen mit einheimischen Pflanzen. Die Flächen befinden sich unter anderem am Kirchenweg, dem Riedhauser Weg und entlang der Harthauser Straße und wurden jeweils entsprechend ihrer Lage bzw. ihrer Nutzung mit Saatgut bestellt. Eine neue Hecke bietet u.a. eine Rückzugsmöglichkeit und Nahrungsquelle für Vögel und Insekten.

Insektenhotels und mehr

Kinder aus Betreuungseinrichtungen am Ort haben außerdem Insektenhotels für die Blühflächen gebaut und dabei gleich erfahren, warum Insekten so wichtig für unser Ökosystem sind, wie gefährdet sie sind und welches Umfeld sie benötigen. Schüler*innen des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn haben außerdem Inhalte für eine Infotafel zum Thema erarbeitet.

Wollen Sie selbst einen Lebensraum für Insekten schaffen, zum Beispiel in Ihrem Garten?

Amphibienhotels beim Muna-Gelände

Amphibienhotel Reptilien wie Eidechsen, Blindschleichen und Schlangen bevorzugen sonnige Plätze mit Steinen oder Holz zum Sonnenbaden und Verstecke zum Schutz vor Feinden. Das können Trockensteinmauern, Steinhaufen, Holzstapel oder dichte Büsche und Hecken sein, die von unserer Gemeinde am Zaun des MUNA-Geländes mehrfach angelegt wurden.

Eidechsen sind auch auf offenen, lockeren Boden angewiesen, damit sie dort ihre Eier ablegen und eingraben können. Ein Mosaik aus offenen und dicht bewachsenen Bereichen ist für Eidechsen deshalb ideal. Schlangen wie die Ringelnattern legen ihre Eier zu verrottendem organischem Material, etwa in Kompost-, Laub- und Asthaufen. Dort sind die Eier vor Fressfeinden versteckt und die bei der Verrottung entstehende Wärme nützt dem Nachwuchs.