Bildungscampus

Fußball spielen, zeichnen lernen, Freunde treffen, draußen spielen – Kinder sollen am Nachmittag ihren Interessen nachgehen können und Zeit mit Gleichaltrigen verbringen. Gleichzeitig wollen Eltern ihre Kinder betreut wissen und werden ab dem Jahr 2026 auch einen Rechtsanspruch auf die ganztägige Betreuung ihrer Schulkinder haben. Unsere Gemeinde sieht diesen Anspruch als Chance, die Schulkindbetreuung neu zu denken und entwickelt daher ein neues Konzept: den Bildungscampus.

Der Grundgedanke: Im Bildungscampus werden alle Einrichtungen, Vereine und interessierte Anbieter wie z.B. die Volkshochschule zusammengefasst und auch die beiden Grundschulen im Ort eingebunden. Die Betreuungseinrichtungen werden zu Stammhäusern mit unterschiedlichen Schwerpunkten (z.B. Sport, Sprache, Naturwissenschaften, Kreativität, Umwelt, Musik etc.). Zusätzlich soll ein offener Kindertreff ohne Anmeldung eröffnet werden, z.B. für Zeiten, wenn ein Elternteil einmal länger arbeiten muss.

Das Konzept bietet weiterhin eine Grundbetreuung mit Mittagessen und gegebenenfalls Hausaufgabenbetreuung . Anschließend können die Kinder, wenn gewünscht, ihren Interessen und Bedürfnissen nachgehen, indem sie Zusatzangebote nutzen - in ihrem Stammhaus oder einer anderen Einrichtung. Im Verbund kann auch die Ferienbetreuung optimiert abgedeckt werden und voraussichtlich wird mehr Flexibilität bei den Betreuungszeiten möglich.

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Pilotphase

Im Zeitraum Pfingstferien bis Sommerferien 2024 startet eine Pilotphase für das Projekt Bildungscampus, um erste Erfahrungen für die weitere Umsetzung in unserer Gemeinde zu sammeln. Die aus dem Piloten erzielten Einblicke sind zugleich nützlich für andere Gemeinden im Landkreis, die sich mit dieser Idee der sozialräumlichen Ganztagsbildung beschäftigen.

In der Pilotphase können die Dritt- und Viertklässler unserer beiden Grundschulen, die eine Mittagsbetreuung oder einen Hort besuchen, montags acht Wochen lang an einem externen Angebot teilnehmen. Hierfür verlassen sie die gebuchte Einrichtung, gehen selbstständig zum Ort, an dem das ergänzende Angebot stattfindet und kehren gegebenenfalls in die Einrichtung zurück. Es wird ein Laufplan entwickelt, in dem die Stationen der einzelnen Angebote markiert sind.

Bei Interesse können auch Kinder, die nach Schulschluss nach Hause gehen, an den Angeboten der Pilotphase teilnehmen. Um dem Testcharakter der Pilotphase gerecht zu werden, wäre es wünschenswert, dass die Kinder nicht gebracht werden, sondern selbständig von zu Hause zum Angebot kommen.

Eltern und Kinder werden über das Angebot vorab ausführlich informiert.

Die Anmeldung für die Zusatzangebote ist offen vom 15.04. bis 26.04.2024 auf der Website: www.ferienprogramm-hksbr.de

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Mitmachen

Die Projektbeteiligten treffen sich zwei bis dreimal im Jahr, um das Konzept weiterzuentwickeln und Details auszuarbeiten und abzustimmen. An den offenen Treffen nehmen unter anderem teil:
  • Gemeindeverwaltung
  • AK Kind und Familie
  • KJR München Land
  • Einrichtungsleitungen und Trägervertretungen der Schulkindbetreuung
  • Erich Kästner-Grund- und Mittelschule und Sigoho-Marchwart-Grundschule
  • Familienzentrum "Alte Apotheke"
So möchten sich als Ideengeber*in einbringen? Sie würden gerne Kurse für den Bildungscampus anbieten? Oder sich ehrenamtlich engagieren, zum Beispiel als Begleitung für einen Pedibus? 
Dann melden Sie sich gerne bei uns: kinder-jugend(at)hksbr.de